Eingesetzte Technik

Hier ist eine Aufstellung der eingesetzten Geräte in meinem kleinen Heimstudio zu sehen.

Verschaltung der verschiedenen Geräte mittels MIDI / Synchro (MasterClock)

Hier ist die Verschaltung der eigesetzten Geräte dargestellt.

Die schwarzen Verbindungen sind MIDI-Steuerleitungen und dienen zum Spielen der Synthesizer bzw. Synthesizer-Module über die MIDI-Keyboards (über MIDI-DIN bzw. USB). Damit alle Geräte den gleichen Takt halten gibt es die Synchro-Verbindungen / MIDI-Clock Verbindungen (rot). Der Master (der den Takt angibt) ist die Drum-Maschine 1 (DC-01), der SYN-07 fungiert als Wandler Syncro-MIDI auf Synchro und leitet die Steuersignale an die MIDI-Keyboards KEY-05 und KEY-06 weiter, da ich die Sequenzer / Arpeggiator Funktionen der MIDI-Keyboards benutze.

Verschaltung der verschiedenen Geräte (Audio)

Audiotechnisch sind alle Synthesizer, die Drum-Maschinen und der PC-VST an 3 Mischpulte (Stereokanäle und Monokanäle) angeschlossen. Die Mischpulte haben pro Kanal einen 3-fach Equalizer, einen Balance-Regler und einen Gain-Regler (Eingangslautstärke). Das dritte Mischpult fungiert außerdem noch als Master-Mischpult.

Vom Master-Mischpult aus wird über den Ausgang-01 ein paar Aktivboxen (Lautsprecher) angesteuert. Über den Ausgang-02 wird ein Kopfhörerverstärker mit 4 regelbaren Ausgängen angesteuert. Dort sind der Kopfhörer sowie der PC-01 (mit Aufnahme-Funktion) angeschlossen. Am Ausgang-03 ist eine LED-Aussterungsanzeige zur Kontrolle der Lautstärkepegel angeschlossen.

Mit dem Programm „AudiaCity“ werden die live eingespielten Musikstücke mit dem Computer aufgenommen, anschließend bearbeitet (Einblenden, Ausblenden, Lautstärkeanpassung) und als MP3-Datei abgespeichert.

Verschaltung der verschiedenen Geräte (Stromversorgung)

Hier ist die Verschaltung der Stromversorgung der einzelnen Geräte dargestellt (Teilauszug). Die Einspeisepunkte der Geräte befinden sich an 3 Stellen und die Kabel sollten auch so gut wie unsichtbar sein. Eine Beeinflussung der Netzteile untereinander sollte auch vermieden werden.

  • STS    Stromverteiler mit herausgezogenem beleuchteten Schalter
  • VL      Verlängerungsleitung
  • SV     Stromverteiler (mehrere Größen)
  • PM     Powermanger (Gerät mit jeweils 7 einzelnen Schaltern)

Folgende Systeme sind hier im Einsatz. Die weiß hinterlegten Geräte (Verlängerungsleitungen, Tischverteiler und Zwischenstecker) sind handelsüblich mit einem Schuko-Anschluß ausgestattet. Die anderen Geräte haben folgende Ausstattung.

  • grau hinterlegt  > Geräte mit Schuko-Anschluß
  • weiß hinterlegt  > Geräte mit Schuko-Anschluß
  • blau hinterlegt  > Geräte mit einem Euro-Steckernetzteil
  • grün hinterlegt  > Geräte mit einem USB-Netzteil
  • rosa hinterlegt  > Gerät mit Euro-Anschluß
Versuch einer Problemlösung gegen Störgeräusche

Leider treten immer wieder Störgeräusche  (Pfeifen, Brummgeräusche) in den Audio-Verbindungen auf. Besonders schlimm ist es, wenn die Synthesizer mit dem Computer per USB verbunden sind. Synthesizer die noch nicht eingeschalten oder im Standby-Betrieb sind erzeugen teilweise auch Störgeräusche. Auch die Netzteile der einzelnen Geräte sind an den Störgeräuschen beteiligt. Leider kann man nicht alle Störgeräusche eleminieren, aber mit ein paar einfachen Tricks hält es sich in Grenzen. Bei mir ist es relativ einfach, da ich die Musikstücke live einspiele und kein MIDI-Programm zur Steuerung der Synthesizer benutze (ständiger Anschluß der Geräte per USB am Computer).

Den Aufnahme-PC habe ich mit Manteltrennfilter (Audio-In) ausgestattet. Hier muss man probieren, welche Geräte wirklich funktionieren, einige Typen hatten bei mir die Brummgeräusche sogar noch verstärkt.

Bei den Computern sollte man darauf achten, das bei Onboard Soundkarten eine galvanische Trennung der Soundkarte auf dem Motherboard vorhanden ist.

USB-Verbindungen sind bei mir als Bedarfsschaltung vorgesehen (Datentransfer) und werden nur benutzt um Backups auszulesen und Firmware-Updates einzuspielen.

Da die neuen Synthesizer eine Stromversorgung per USB haben, habe ich neue USB-Netzteile gekauft. Ich hatte festgestellt, daß ältere USB-Netzteile streuen und stören.

Geräte die ich im Livebetrieb nicht benutze, werden an den Mischpulten auf den Wert 0 herunter geregelt.

Da ich mehrere verschiedene Einspeisepunkte habe konnte ich die Netzteile so plazieren, daß diese sich nicht gegenseitig beeinflussen.

Alle Geräte auf einen Stromverteiler zu plazieren kann hilfreich sein, ich habe aber auch festgestellt das einige Geräte einen eigenen Stromverteiler brauchen.

Das Drehen von Netzteilen in den Stromverteilern kann hilfreich sein, Störgeräusche zu verhindern.

Auch das Zusammenschalten der einzelnen Synthesizer als MIDI-Ketten können Störgeräusche erzeugen, hier sind auf jedenfall andere Zusammenschaltungen zu testen.

Bei den Audiokabeln ist darauf zu achten, das beim Einsatz von Audio-Verlängerungsleitungen (bei mir sind Verlängerungsleitungen Cinch Stecker-Cinch Stecker im Einsatz) die Cinch-Adapter (Kupplung-Kupplung) wirklich richtig fest sitzen ! Ich habe hier welche aus Plastik und Metall im Einsatz und habe keinen negativen Unterschied festgestellt. Zur Sicherung habe ich diese Verbindungen noch mit Isolierband fixiert.

Ein Zusammenschalten der Audioverbindungen über die jeweilige Aux-IN Eingänge der Synthesizer (hier z.B. Roland Boutique Reihe) sollte man vermeiden, da es hier auch zu Störgeräuschen kommen kann und diese werden sogar noch verstärkt. Für jeden Synthesizer eine eigene Audio-Leitung zum Mischpult benutzen.

Wichtig ist beim Aufbau des Studios Änderungen zu dokumentieren, damit man rückverfolgen kann, welche Änderung Störgeräusche verusacht.  

Hinweis: Das sind die Erfahrungen bei meinem Heimstudio die ich bis jetzt gemacht habe. Es ist ein komplexes Thema, hier sollte man viel Geduld mitbringen und verschiedene Varianten ausprobieren.