Technik im Heimstudio

Hier ist die technische Seite des Heimstudios beschrieben. Ich habe mich entschieden den Hardware-Synthesizern den Vorzug zu geben. Per Computer werden einige VST-Synthesizer als Wiedergabegeräte benutzt und die Aufnahme als mp3-Datei (Audio-Recording) realisiert. Eine einfache Nachbearbeitung der mp3-Dateien (Einblenden / Ausblenden des Titels) wird damit noch vorgenommen. Ansonsten wird alles Live eingespielt.

Eingesetzte Technik

Hier ist eine Übersicht der eingesetzten Technik dargestellt.

Verschaltung der verschiedenen Geräte mittels MIDI-Verbindungen

Hier ist die Verschaltung der eingesetzten Geräte dargestellt. Diese Verbindungen dienen zum Spielen der Synthesizer bzw. Synthesizer-Module über die MIDI-Keyboards (MIDI-DIN bzw. MIDI-USB). 

Verschaltung der verschiedenen Geräte mittels Clock- und sonstige Verbindungen

Damit alle Geräte den gleichen Takt halten gibt es die Clock-Verbindungen (rot).

Der Master (der den Takt angibt) ist die TR-8S, der Korg Monologue fungiert als Wandler MIDI auf Synchro und leitet die MIDI-Clock Signale an die Sequenzer-Keyboards KEY-04 und KEY-05 weiter, da ich die Sequenzer und Arpeggiator-Funktionen dieser MIDI-Keyboards nutze.

NKP-01 (blau) ist ein USB-NumPad, wo ich einige Befehle für die VST-Synthesizer und für das MP3-Recordiung Programm AudaCity programmiert habe.

Das USB-NumPad stehen in Spielweite der Hardware-Synthesizer.

Verschaltung der verschiedenen Geräte (Audio)

Alle Synthesizer, die beiden Drum-Maschinen, der Sampler, der Netzwerkplayer und der SYN-PC sind an 4 Mischpulte (Stereokanäle und Monokanäle) angeschlossen. Die Mischpulte haben pro Kanal einen 3-fach Equalizer, einen Balance-Regler und einen Gain-Regler (Eingangslautstärke). Gleichzeitig fungiert das vierte Mischpult noch als Master-Mischpult.

Am Master-Mischpult sind folgende Ausgänge beschalten.

  • Am „Master Out“ ist ein Kopfhörerverstärker angeschlossen. Hier sind der Kopfhörer und eine 4 Kanal-Stereo Lichtorgel angeschlossen.
  • Am „Kopfhörerausgang“ ist ein kleiner Stereoverstärker mit 2 Wege-Lautsprechern angeschlossen.
  • Am „Tape Out“ ist der Computer als Aufnahme PC angeschlossen.
Verschaltung der verschiedenen Geräte (Stromversorgung)

Hier ist die Verschaltung der Stromversorgung der einzelnen Geräte dargestellt (auszugsweise). Es gibt 3 Einspeisepunkte der Geräte und die Kabel sollten auch so gut wie unsichtbar sein. Eine Beeinflussung der Netzteile untereinander sollte auch vermieden werden.

  • VL      Verlängerungsleitung
  • SV     Stromverteiler (mehrere Größen)
  • PM     Powermanger (Gerät mit jeweils 7 einzelnen Schaltern)
  • STS   Stromverteiler mit einen extra herausgezogenen Schalter (Fuß-Schalter)

Folgende Systeme sind hier im Einsatz. Die weiß hinterlegten Geräte (Verlängerungsleitungen, Stromverteiler und Zwischenstecker) sind handelsüblich mit einem Schuko-Anschluß ausgestattet. Die anderen Geräte haben folgende Ausstattung.

  • grau hinterlegt  > Geräte mit USB – diese sind direkt an den USB-Anschluß des Stromverteilers angeschlossen
  • weiß hinterlegt  > Geräte mit Schuko-Anschluß
  • blau hinterlegt  > Geräte mit einem Euro-Steckernetzteil
  • grün hinterlegt  > Geräte mit einem USB-Netzteil
  • rosa hinterlegt  > Gerät mit Euro-Anschluß (Netzteil in der Leitung)
  • gelb hinterlegt  > Gerät mit USB – direkt an PC angeschlossen
Versuch einer Problemlösung gegen Störgeräusche

Leider treten immer wieder Störgeräusche (Pfeifen, Netzbrummen, Rauschen) in den Audio-Verbindungen auf. Besonders schlimm ist es, wenn die Synthesizer mit dem Computer per USB verbunden sind. Synthesizer die noch nicht eingeschalten oder im Standby-Betrieb sind erzeugen teilweise auch Störgeräusche. Auch die Netzteile der einzelnen Geräte sind an den Störgeräuschen beteiligt. Leider kann man nicht alle Störgeräusche eleminieren, aber mit ein paar einfachen Tricks hält es sich in Grenzen. Bei mir ist es relativ einfach, da ich die Musikstücke live einspiele und kein MIDI-Programm zur Steuerung der Synthesizer benutze (ständiger Anschluß der Geräte per USB am Computer).

Den Aufnahme-PC (VST-PC) habe ich netzwerkmäßig an einen Switch angeschlossen. Beim Anschluß des Rechners direkt an den Router brummte bei mir der MicroKorg (leider keine Erklärung).

Bei einem Neukauf eines Computers sollte man darauf achten, das bei Onboard Soundkarten eine galvanische Trennung der Soundkarte auf dem Motherboard vorhanden ist.

USB-Verbindungen sind bei mir als Bedarfsschaltung vorgesehen (Datentransfer) und werden nur benutzt um Backups auszulesen und Firmware-Updates einzuspielen (hier habe ich bei allen Geräten Störgeräusche).

Da die neuen Synthesizer eine Stromversorgung per USB haben, habe ich neue USB-Netzteile gekauft. Ich hatte festgestellt, daß ältere USB-Netzteile streuen und stören.

Geräte die ich im Livebetrieb nicht benutze, werden an den Mischpulten auf den Wert 0 herunter geregelt.

Da ich mehrere verschiedene Einspeisepunkte habe konnte ich die Netzteile so plazieren, daß diese sich nicht gegenseitig beeinflussen.

Alle Geräte auf einen Stromverteiler zu plazieren kann hilfreich sein, ich habe aber auch festgestellt das einige Geräte einen eigenen Stromverteiler brauchen.

Das Drehen von Netzteilen in den Stromverteilern kann hilfreich sein, Störgeräusche zu verhindern.

Auch das Zusammenschalten der einzelnen Synthesizer als MIDI-Ketten können Störgeräusche erzeugen, hier sind auf jedenfall andere Zusammenschaltungen zu testen (bei mir gab es Probleme mit dem Roland JP-08 und dem Roland JU-06A).

Bei den Audiokabeln ist darauf zu achten, das beim Einsatz von Audio-Verlängerungsleitungen (bei mir sind Verlängerungsleitungen Cinch Stecker-Cinch Stecker im Einsatz) die Cinch-Adapter (Kupplung-Kupplung) wirklich richtig fest sitzen ! Ich habe hier welche aus Plastik und Metall im Einsatz und habe keinen negativen Unterschied festgestellt. Zur Sicherung habe ich diese Verbindungen noch mit Isolierband fixiert.

Ein Zusammenschalten der Audioverbindungen über die jeweiligen Aux-IN Eingänge der Synthesizer (hier z.B. bei der Roland Boutique Reihe) sollte man vermeiden, da es hier auch zu Störgeräuschen kommen kann und diese werden sogar noch verstärkt. Für jeden Synthesizer ist eine eigene Audio-Leitung zum Mischpult benutzen.

Aufsatzadapter (z.B. 3,5 mm Stereoklinke auf 6,3 mm Stereoklinke) sollte man nicht einsetzen, da es hier immer Fertigungstoleranzen gibt und der Aufsatzadapter nicht richtig fest sitzt. Immer die passende Steckergröße für das Gerät benutzen.  

Wichtig ist beim Aufbau des Studios Änderungen zu dokumentieren, damit man rückverfolgen kann, welche Änderung Störgeräusche verusacht hat.  

Hinweis: Das sind die Erfahrungen bei meinem Heimstudio die ich bis jetzt gemacht habe. Es ist ein komplexes Thema, hier sollte man viel Geduld mitbringen und verschiedene Varianten ausprobieren.